SPD Gaggenau

SPD Gaggenau

 
 

13.09.2016 in Ortsverein

Standortbestimmung mit Ute Kretschmer-Rische

 

Die OV-Vorsitzende Gerlinde Stolle freute sich  bei der Mitgliederversammlung so viele Parteimitglieder begrüßen zu können, wie schon lange nicht mehr. Dies lag sicher auch daran, dass diesmal nicht die üblichen Rechenschaftsberichte und tagespolitischen Themen im Mittelpunkt standen, sondern ein Referat von Ute Kretschmer-Rische mit dem Titel „Wofür stehen wir?  SPD  - unsere Standortbestimmung und viele Blicke nach vorne.“

Das Referat und die anschließende Diskussion zeigte eine nachdenkliche, selbstkritische, aber keineswegs verzagte Sozialdemokratie in Gaggenau. Ute Kretschmer-Rische hielt kein traditionelles Referat, sondern sorgte mit Fragen an ältere und jüngere Mitglieder, aber auch an Mandatsträger immer wieder für Spannung und Spontanität. Ihre Botschaften waren dabei klar und deutlich: Die Partei sollte auf allen Ebenen vermitteln was sie will und für was sie steht. Sie muss sich eindeutige Ziele setzen und sich überlegen wie und mit wem man diese Ziele erreichen kann. Als Basis für eine erfolgreiche Arbeit identifizierte sie  Glaubwürdigkeit, Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein.

In der anschließenden Diskussion erläuterte Susanne Rodenfels am Beispiel TTIP, dass fehlende Informationen innerhalb der Partei dafür sorgen, dass man an der Basis zu wenige Fakten kennt, um fundiert argumentieren zu können. Heinz Goll wies darauf hin, dass sich die Partei schon in früheren Zeiten immer wieder damit beschäftigt war, unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bringen. So hatten zum Beispiel am Anfang seiner politischen Arbeit, traditionelle Sozialdemokraten, Friedensbewegte und Umweltschützer intensiv und leidenschaftlich um den richtigen Weg gerungen. Gerd Pfrommer vertrat die Auffassung, dass sich die SPD ernsthaft mit Schwächen und Fehlern auf allen Ebenen befassen müsse, dass man dabei aber nicht depressiv werden dürfe. Schließlich habe man zum Beispiel bei zwei der drei letzten Landtagswahlen die führende Position verteidigen können. Hier in Baden-Württemberg war die Landtagswahl allerdings ein einziges Desaster, weil die SPD weder mit Personen noch mit Inhalten überzeugen konnte.

Natürlich spielten auch die Erfolge der AfD bei der Diskussion eine große Rolle. Ute Kretschmer-Rische zeigte auf, dass es der AfD – unabhängig von den Inhalten und dem Wahrheitsgehalt ihrer Botschaften – gelungen sei, die Wähler mit einer einfachen Sprache und mit emotionalen Botschaften zu gewinnen. Darüber hinaus habe natürlich das Erscheinungsbild der Bundesregierung der AfD das Leben leicht gemacht. Die Menschen erwarten gerade in unsicheren Zeiten von ihrer Regierung einen klaren Kurs und Führungskompetenz. Für das desaströse Erscheinungsbild sei natürlich in erster Linie Horst Seehofer mit seiner CSU verantwortlich, die sich mit ihrem aufgeregten und oberflächlichen Rumgejaule zum besten Wahlhelfer der AfD entwickelt habe. Gleichwohl sei natürlich auch die SPD als Koalitionspartner von der Enttäuschung der Wähler über die Regierungsarbeit betroffen.

OV-Vorsitzende Gerlinde Stolle bedankte sich bei Ute Kretschmer-Rische für die vielen hilfreichen Denkanstöße. Dass zumindest der Ortsverein in Gaggenau schon seit langem ohne interne Grabenkämpfe auskommt und vertrauensvoll zusammenarbeitet, zeigte sich auch bei den anschließenden Delegiertenwahlen. Mit überzeugenden Voten wurden Matthias Anselm. Maximillian Arnold, Heinz Goll, Gerrit Grosse, Christian Herborn, Peter Mann, Gerd Pfrommer, Magdalena Rieger, Susanne Rodenfels, Jürgen Schäfer, Gabriele Seifert, Brigitte Stähle-Rid, Gerlinde Stolle, Manfred Streibich und Berthold Wickersheimer gewählt.

Gerlinde Stolle ging dann noch auf das nächste Jahre ein, dass im Zeichen des 125-jährigen Jubiläums des Ortsvereines stehen wird. Bereits in Arbeit ist ein Kalender zum Jubiläumsjahr. Am 5. Mai findet dann im Sitzungssaal des Alten Rathauses von Bad Rotenfels ein Festakt mit Ehrungen statt, bei dem der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel sprechen wird und am 18.November steht ein kultureller Beitrag des Ortsvereins im KlaG auf dem Programm.  Darüber hinaus wurde der Radlmarkt 2017 auf den 08.April terminiert.

 

10.09.2016 in Fraktion

Radtour am 05.09.16

 

Mit einer Radtour durch Bad Rotenfels nahm die SPD-Fraktion ihre Arbeit nach der Sommerpause wieder auf.

In der Karlstraße wurden die Fraktionsmitglieder bereits von einigen besorgten Bürgern empfangen, die auf die brisanten Hochwassergefahren in diesem Bereich hinweisen. Beim Zusammenfluss von Dürrenbach, Itterbach und Hörbach beim Wissiggraben kam es in den letzten Jahren immer wieder Hochwassersituationen, welche das gesamte Wohngebiet in Mitleidenschaft gezogen haben. Die Anwohner wiesen darauf hin, dass die Verantwortlichen bei der Stadtverwaltung bereits im Jahre 2003  dringenden Handlungsbedarf erkannt haben, dass aber diesen Worten bisher keine Taten folgten.

Manfred Striebich bat die Gemeinderäte bei ihrer Festlegung der Prioritäten beim Hochwasserschutz die tatsächlichen Schadensereignisse der letzten Jahre im Auge zu behalten. Hier bestehe aus seiner Sicht vor allem Handlungsbedarf in Ottenau und in Bad Rotenfels. SPD-Rat Björn Stolle sprach konkrete Lösungsansätze in Bad Rotenfels an und argumentierte, dass man durch eine Querschnittsaufweitung im Bereich des Wissiggrabens und vor allem durch Poltermaßnahmen im oberen Verlauf der Bäche die Gefahrenlage mit vergleichsweise überschaubaren Mitteln deutlich entschärfen könne.

Gerd Pfrommer ging in diesem Zusammenhang auf die bevorstehenden Grundsatzentscheidungen beim Hochwasserschutz ein. „Wir müssen aufpassen, dass die sehr komplizierten und aufwendigen Schutzmaßnahmen am Michelbach im Bereich der Kernstadt nicht zum Selbstläufer werden, die dafür sorgen, dass für    notwendige Maßnahmen zum Beispiel hier in Bad Rotenfels oder am Bahnbach in Ottenau keine Gelder mehr zur Verfügung stehen,“ meinte der Fraktionsvorsitzende. Dazu müsse vor allem geprüft werden, inwieweit die Hochwasserrisiken am Unterlauf des Michelbachs durch verhältnismäßig einfache Poltermaßnahmen im Wiesental zwischen Michelbach und Gaggenau reduziert werden können.

Den nächsten Halt bei der Radtour gab es dann beim Alten Rathaus in Bad Rotenfels. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Susanne Rodenfels wies an dieser Stelle darauf hin, dass die Ausstellung zum Ortsjubiläum vielen Menschen in Bad Rotenfels und darüber hinaus den historisch wertvollen Sitzungssaal im Alten Rathaus wieder näher gebracht habe. Es sei aber wichtig, dass man die Bausünden früherer Jahre an diesem Raum wieder korrigiere. Schließlich sei dieser Sitzungssaal eine der wenigen historisch wertvollen Einrichtungen in städtischem Besitz.

Stadträtin und OV-Vorsitzende Gerlinde Stolle ergänzte, dass die SPD nicht nur den Saal immer wieder gerne für Ehrungen und Veranstaltungen nutze, sondern auch schon seit langem auf dieses „verborgene Juwel“ hingewiesen habe. Der Sitzungssaal sei für repräsentative Veranstaltungen im kleineren Rahmen, aber auch für Trauungen sehr gut geeignet. Sie regte deshalb einen „Runden Tisch“ an, an dem sich die aktuellen Nutzer des Hauses, die Stadtverwaltung und der Gemeinderat über die Ausgestaltung und über die zukünftigen Nutzungsmöglichkeiten abstimmen.

Am Unimog-Museum informierte „Hausherr“ und SPD-Rat Stefan Schwaab seine Kolleginnen und Kollegen über die Ausbauplanungen. Bei der Erweiterung des Parkplatzes wurde nach intensiven, aber konstruktiven Gesprächen mit der Stadtverwaltung eine Lösung gefunden, die sowohl den Anforderungen des Unimog-Museums als auch der Akademie Schloss Rotenfels gerecht werde. Als weitere Maßnahme steht nun der Neubau der Werkstatt an. Ein Erweiterungsbau für das Museum kann allerdings erst in Angriff genommen werden, wenn klar ist, welche finanziellen Mittel für dieses Projekt zur Verfügung stehen.

Die letzte Station der Radtour war dann die Baustelle gegenüber dem Rotherma. Die SPD-Fraktion begrüßt grundsätzlich die Parkplatzerweiterung und vor allem den Bau von sechs Stellplätzen für Wohnmobile. „Dies ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung,“ stellte Susanne Rodenfels fest. Sorgen bereit den Sozialdemokraten allerdings, dass die Gedenktafel an das Sicherungslager in Rotenfels durch die Parkplatzerweiterung an den äußersten Rand des Parks gedrückt wird. „Wir müssen uns die Situation nach Fertigstellung der Parkplätze anschauen, eventuell macht dann eine Verlegung der Gedenktafel an eine zentralere Stelle im Park Sinn,“ bemerkte Gerd Pfrommer.

 

06.08.2016 in Fraktion

Resümee Fahrradtour 2016

 

Auf einer von Björn Stolle ausgearbeiteten Route erkundeten die SPD-Gemeinderäte gemeinsam mit einigen interessierten Bürgern interessante bzw. kritische Stellen des innerstädtischen Radwege-Netzes und streiften dabei auch einige weitere aktuelle kommunalpolitische Themen.

Vom Unimog-Museum aus ging es zunächst durch den auch an diesem Abend gut besuchten Kurpark. „Wir freuen uns, dass der Park gerade auch als Naherholungsgebiet so gut angenommen wird. Wir haben uns immer für mehr Attraktivität in diesem Bereich eingesetzt und das Ende der Fahnenstange ist aus unserer Sicht noch nicht erreicht“, stellte Susanne Rodenfels fest.

Eine ganz andere Herausforderung sieht Björn Stolle bei der Bismarckstraße. Der ursprünglich markierte Radweg ist im Verlauf der Straße kaum noch erkennbar. Insgesamt passe die sehr breite und fast baumlose Straße nicht zu einem Wohngebiet. „Wir brauchen in der Bismarckstraße einen sicheren Radweg, wir brauchen neue Bäume, aber auch ein durchgängiges Parkierungssystem und eine Geschwindigkeits-reduzierente Gestaltung,“ mahnte Björn Stolle an.

Positiv bewertete die OV-Vorsitzende Gerlinde Stolle, dass der Radweg entlang der Murg zwischen dem Glasersteg und dem Ortseingang Gaggenau nun in Angriff genommen werde und damit ein sehr attraktives Stück Gaggenau sichtbar und befahrbar wird. Wichtig sei allerdings, dass der Ausbau von einer ausreichenden Beschilderung begleitet wird, damit sich auch ortsunkundige Radfahrer zurecht finden.

Insgesamt zeigten sich die SPD-Vertreter beeindruckt, mit welcher Geschwindigkeit die Stadtverwaltung unter der Regie von Bürgermeister Michael Pfeiffer die Weiterentwicklung des Radwegekonzeptes verfolgt. „Wir haben noch einiges zu tun, um zu einer wirklich Fahrrad-freundlichen Stadt zu werden, aber wir sind jetzt mit einer deutlich höheren Schlagzahl unterwegs, als dies früher der Fall war,“ stellte Stefan Schwaab an dieser Stelle fest.

Die Tour führte dann auch bei den „Murgwichteln“ vorbei. Der Fraktionsvorsitzende Gerd Pfrommer informierte seine Fraktionskollegen an dieser Stelle über seine Gespräche mit dem OB und der verantwortlichen Leiterin im Schulamt, Frau Erbisdobler, wegen der aktuellen Engpässe in dieser Einrichtung. Die Verantwortung für die kritische Situation liege eindeutig beim Betreiber. Es bestehe aber, auch wegen dem ebenso besonnen wie tatkräftigen Einsatz der Eltern, die Chance, dass die „Murgwichtel“ bald wieder in ruhiges Fahrwasser gelangen können.

Sehr unzufrieden waren die Teilnehmer der Tour mit dem Erscheinungsbild der Tourist-Info in ihren neuen Räumen am Bahnhof. „“Zum Verstecken vor der Öffentlichkeit hätte die Tourist-Info auch im Haus Elisabeth bleiben können,“ stellte Gerd Pfrommer fest. „Es sei dringend notwendig, dass die Tourist-Info zu einem einladenden, freundlichen Gebäude umgestaltet wird. Dadurch könne man auch einen Beitrag dazu leisten, dass der Bahnhof insgesamt aus dem `Schmuddel-Ecken-Image` herauskommen kann.

Beim weiteren Verlauf der Fahrradtour berichtete Stefan Schwaab, der die SPD in der Arbeitsgruppe Radwege vertritt, unter anderem über die geplanten Umgestaltungsmaßnahmen an der Ecke Amalienbergstraße / Eckener Straße und über die mittelfristigen Überlegungen an dem für Fahrradfahrer kritischen Kreuzungsbereich Goethestraße, Michelbacher Straße und Hans-Thoma-Straße

In Ottenau wurde dann der Bereich Pionierweg / Kuppelsteinbad in Augenschein genommen. Während die geplante direkte Weiterführung des Murgtalradweges von Hörden kommend zum Pionierweg grundsätzlich positiv beurteilt wurde, bleibt der Übergang  zum Kuppelsteinbad für Fußgänger und Radfahrer ein schwieriges Kapitel. „Wir müssen die Entwicklung des PKW- und vor allem des LKW-Verkehrs nach der Wiederbelebung des KWH-Geländes beobachten, um zu sehen, ob eventuell weitergehende Maßnahmen an dieser Stelle notwendig werden,“ stellte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Susanne Rodenfels fest. 

Björn Stolle richtete in Hörden den Blick der Teilnehmer auf schwierige Gemengelage beim Verkehrskreisel in Richtung B 462 nach Gernsbach und auf die Parkplatz-Situation am Friedhof. Danach zeigte er seinen Kolleginnen und Kollegen noch die vergrößerte Rasenfläche beim Sportplatz des FV Hörden nach dem Rückbau der Aschenbahn.

Auf dem Weg zum Abschluss beim Sportfest des SV Ottenau machte Gerlinde Stolle dann noch auf diverse Bausünden in Ottenau aufmerksam und wies auf die Notwendigkeit hin, zukünftige Fehlentwicklungen durch entsprechende Bebauungspläne zu verhindern. Angesichts des immer noch stehenden Baukranes in der Mozartstraße appellierten die Sozialdemokraten schließlich an die Stadtverwaltung, diesen nun endlich abbauen zu lassen, bevor er noch "unter den Denkmalschutz falle".

 

13.07.2016 in Fraktion

Größe und Charakter des Waldseebades muss erhalten bleiben

 

Leider wurde die Hoffnung auf eine schöne, entspannte Badesaison im Waldseebad durch das verheerende Hochwasser am 12. Juni jäh zerstört. Wir wollen uns von diesem „Tiefschlag“ nicht entmutigen lassen, sondern aus der Not eine Tugend machen. Aus unserer Sichte sollten die ohnehin notwendigen Sanierungsmaßnahmen nun unverzüglich in Angriff genommen werden, um das Bad 2018 wieder in Betrieb zu nehmen. Glücklicherweise hat der Gemeinderat  die dafür notwendigen finanziellen Mittel bereits als Rücklage eingestellt, um bei Bedarf schnell reagieren zu können.

Wir können nachvollziehen, dass nun in der Bürgerschaft wieder die Frage diskutiert wird, ob der Umbau in ein Naturbad wirklich die richtige Entscheidung für das Waldseebad war. Es nützt aber nichts, nach hinten zu schauen und die Diskussionen der Vergangenheit wieder aufzuwärmen. Eine langwierige Grundsatzdiskussion wäre das Letzte, was das Bad jetzt gebrauchen kann, zumal auch ein neuerlicher Umbau zu einem chemisch-technischen Bad bei den gegebenen Rahmenbedingungen voraussichtlich wesentlich mehr Geld verschlingen würde, als die Generalsanierung des Naturbades.

Das Naturbad hat in den letzten Jahren trotz diverser Probleme an Akzeptanz gewonnen und hat sich zu einem Alleinstellungsmerkmal entwickelt, das nicht nur für Bürger unserer Stadt, sondern auch für auswärtige Besucher attraktiv und interessant war. Nun gilt es, den Beckenboden vernünftig zu sanieren, eine normgerechte Durchströmung des Bades sicherzustellen, die Technik der biologischen Regeneration auf einen modernen Stand zu bringen und parallel dazu einen wirkungsvollen Hochwasserschutz im Traischbachtal zu schaffen. Dabei müssen der Charakter und die Größe des Bades  unbedingt erhalten bleiben.  Außerdem sollte im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen die Parkplatzsituation verbessert werden, das Bad muss auch in Details als Naturbad erkennbar sein und zusätzliche Angebote für Kinder und Jugendliche würden sicher nicht schaden.

Wir wollen, dass das Waldseebad nach der Sanierung zum Beginn der Badesaison 2018 als zukunftsfähiges, nicht störanfälliges, attraktives und Familien -freundliches Bad möglichst vielen Menschen  Spaß und Freude bringt.

Investitionen im Schulbereich

Auch in der letzten Gemeinderatsitzung standen wieder Investitionen im Schulbereich auf der Tagesordnung, Beim Bau der Schulmensa für die Hans-Thoma-Schule mussten wir Mehrkosten absegnen, die vor allem mit der aktuellen Situation auf dem Bausektor zu tun haben und konnten den  Auftrag für begleitende Landschaftsbauarbeiten vergeben. Der Bau der Mensa liegt im Zeitplan und kann aus heutiger Sicht in den Sommerferien fertiggestellt werden.

Bei der Realschule wird im Vorgriff auf die Sanierung der Sportanlage die Umzäunung des Areals in Angriff genommen. Die weiteren Mittel für die Sanierung und Verbesserung der Sportanlage will die Verwaltung im Haushaltsplan verankern. Wir haben die desolate Anlage vor wenigen Wochen in Augenscheinen genommen und werden bei den Haushaltsberatungen auf eine schnelle Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen drängen.

Neue Bäume an der August-Schneider-Straße.

Wir freuen uns, dass die Verwaltung nach der Rodungsaktion im  Februar dieses Jahres in der August-Schneider-Straße nun ein konkretes Konzept für die Neubepflanzung in diesem Bereich vorgestellt hat. Natürlich kann man immer darüber diskutieren, welche Bäume am schönsten sind und am besten in die Umgebung passen – wichtig ist aber vor allem, dass es in absehbarer Zeit auch in der Innenstadt wieder mehr Bäume geben wird.

Gerd Pfrommer Fraktionsvorsitzender

 

19.06.2016 in Fraktion

Viele interessante Gespräche in Ottenau und Selbach

 

Bei der mittlerweile schon traditionellen Stadtwanderung befasste sich die SPD-Fraktion zunächst mit aktuellen Bauvorhaben in Ottenau. Gleich am Anfang der Tour kam man an der „Dauerbestelle“  in der Mozartstraße vorbei, bei der ein Kran schon seit Wochen das ruhende Bauwerk „bewacht“ und die halbe Straße blockiert. „Der Engpass stellt nicht zuletzt für die vielen Kinder und Jugendlichen, die mit dem Fahrrad zu uns auf den Sportplatz fahren, eine Gefahr dar, erläuterte der SVO – Vorsitzende Manfred Striebich. „Falls die Bauarbeiten nicht zügig wieder aufgenommen werden, sollte deshalb auch der Kran abgezogen werden.“ Angesichts einiger „Bausünden“, die am Gemeinderat vorbei über die § 34 – Regelung errichtet wurden, regte Gerlinde Stolle an, speziell im Ortskern zwischen Inselstraße und Friedrichstraße einen Bebauungsplan zu stülpen. „Wir erkennen an, dass die Verwaltung mittlerweile konsequenter gegen Bauverstöße vorgeht. Klare und verbindliche Rahmenbedingungen können aber nur über Bebauungspläne geschaffen werden,“ sagte die Stadträtin und SPD-Vorsitzende.

An der Merkurschule erläuterte Konrektor Jan Stenger, dann den aktuellen Stand der Schule bei der Entwicklung zur Gesamtschule. Er erläuterte, dass die Schülerzahlen steigen vor allem im Bereich der Klassen 5 bis 10 steigen und die inhaltlichen Voraussetzungen für die Weiterentwicklung der Schule voll im Plan liegen. Es gäbe jetzt noch einige Handlungsbedarfe im Bereich der Infrastruktur, vor allem den Bau der Mensa und die Neugestaltung des Schulhofes. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Susanne Rodenfels sagte die Unterstützung der SPD- Fraktion bei der Realisierung dieser Maßnahmen zu.

Ein weiterer Schwerpunkt bei der Wanderung war die Verkehrssituation im Bereich des Penny-Marktes. „Wir sind froh, dass der Gemeinderat vor dem Hintergrund der Wiederbelebung des KWH-Geländes auf eine übersichtlichere Verkehrsführung in diesem Bereich gedrängt hat. Die Aussagen der Verkehrsexperten bestätigen die Anregungen des Gremiums. Es wäre sehr erfreulich, wenn die Verwaltung den Investor nun zu einer finanziellen Beteiligung an dieser sinnvollen und notwenigen Verkehrsmaßnahme bewegen könnte, „ resümierte der Fraktionsvorsitzende Gerd Pfrommer. Manfred Striebich regte noch an, auch an der Abfahrt der B462 im Bereich des Kuppelsteinbades über eine Kreisellösung nachzudenken.

In Selbach machte dann Ortsvorsteher Michael Schiehl die SPD-Räte auf einige aktuelle Themen seines Stadtteils aufmerksam. Die Hochwassersituation nach dem Starkregen am Sonntag vor einer Woche hat auch Selbach in Mitleidenschaft gezogen. Dabei hätten aber die schon realisierten Investitionen in den Hochwasserschutz sowie der schnelle und professionelle Einsatz der Feuerwehr und anderer Helfer Schlimmeres verhindert. Beim Neubaugebiet „Im Brunnenrain“ konnte Michael Schiel berichten, dass bereits die Hälfte der Bauplätze vergeben sind und dass das Ziel, junge Menschen in Selbach anzusiedeln, voll erreicht wurde.

Bei der Feuerwehr zeigten Kommandant Roman Karcher und seine Kollegen den Besuchern das mit viel Eigeninitiative ausgebaute Feuerwehrhaus. Handlungsbedarf besteht aber bei der nach wie vor unbefriedigende Parkplatzsituation und sowie bei der Zufahrt der Einsatzfahrzeuge zum Feuerwehrhaus. Außerdem muss noch ein  geplanter Lager – Anbau vernünftig an das bestehende Gebäude angepasst werden. Stefan Schwaab kritisierte in diesem Zusammenhang das Vorgehen der Stadtverwaltung in früheren Jahren und drückte zugleich seine Hoffnung aus, dass man jetzt gemeinsam zu konstruktiven Lösungen finden werde. An der SPD werde jedenfalls die Bereitstellung der Mittel im nächsten Doppelhaushalt nicht scheitern.

Am Ende des Besuchs in Selbach bedankte sich die SPD nochmals ausdrücklich beim Ortsvorsteher für die freundliche und harmonische Betreuung der Flüchtlinge in der Siegfried – Hammer – Halle durch Selbacher Bevölkerung. „Leider machen diese positive Beispiele wesentlich weniger Schlagzeilen als irgendwelche negativen Ereignisse im Zusammenhang mit der Unterbringung und der Integration von Flüchtlingen“, stellte Gerd Pfrommer fest.

Die letzte Station der Wanderung war dann wieder in Ottenau. Im Siedlerhaus schilderten viele Anwohner ihre persönlichen Erfahrungen und Eindrücke in der dramatischen Hochwassersituation. Sie machten dabei viele konstruktive Vorschläge zur Verbesserung der Situation vor allem im Bereich des Bahnbaches. Die Fraktionsmitglieder sagten den Anwohnern zu, die Bedenken und Anregungen aufzunehmen und mit den Verantwortlichen der Verwaltung zu besprechen.