Neue Betreuungsangebote aber auch höhere Kiga – Gebühren
Mittwoch, 31. März 2010 7:39
30.03.2001
Die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt hängt in hohem Maße von attraktiven Angeboten für Kinder und Jugendliche ab. Deshalb freuen wir uns, dass wir trotz schwieriger Rahmenbedingungen den Ausbau der Kleinkinderbetreuung vorantreiben können. In der zukünftigen Kinderkrippe im Untergeschoß der Hebelschule werden 29 zusätzliche Plätze geschaffen und in der neuen betriebsnahen Kinderkrippe „Sternchen“ im Mercedes – Benz Werk Gaggenau werden noch einmal 36 Krippenplätze geschaffen. Die Investitionskosten von ca. 650.000 Euro sowie die beachtlichen jährlichen Aufwendungen für beide Einrichtungen sind in der aktuellen Haushaltslage nicht leicht zu stemmen, aber aus unserer Sicht notwendig und gut angelegt. Wir haben allerdings auch darauf hingewiesen, dass die Krippenplätze nicht isoliert betrachtet werden dürfen. Wir können uns nur dann seriöser Weise eine „kinderfreundliche Stadt“ nennen, wenn wir bei der gesamten Angebotspalette an Kinder und Jugendliche gut aufgestellt sind. Deshalb darf nach unserer Auffassung auch bei den Angeboten an Kinder und Jugendliche am letzten gespart werden.
Auch in der „großen Politik“ wird in letzter Zeit häufig davon gesprochen, dass eine gute Förderung unserer Kinder die wichtigste Aufgabe des Staates sei. Wenn diese Prioritätensetzung den Sprung von den Sonntagsreden in die Alltagspolitik schaffen würde, dann müssten eigentlich auch die Kindergartengebühren abgeschafft werden. Diese Änderung der Prioritäten muss aber auf Bundes – bzw. Landesebene erfolgen. Wir würden uns selbst und unseren Bürgern etwas vormachen, wenn wir hier als Kommune in der Bresche springen wollten. Immerhin bezahlt die Stadt Gaggenau bereits jetzt 70 % der Kosten ( ca. 4 Mio Euro pro Jahr) für Kindergärten und Kinderbetreuungseinrichtungen. Wir sind uns mit der Verwaltung und den anderen Fraktionen einig, dass wir den städtischen Zuschussbedarf für die Kindergärten auch in finanziell schwierigen Zeiten nicht zurückfahren wollen. Mehrkosten aufgrund von Tariferhöhungen und Standardveränderungen können wir allerdings im städtischen Haushalt nicht auffangen.
Gerd Pfrommer
Thema: Allgemein | Kommentare (1) | Autor: admin
