Samstag, 4. April 2009 9:54
Gaggenau (BT, 3. April 2009) – In der jüngsten Sitzung der SPD-Stadtteilgruppe Bad Rotenfels gab Fraktionsvorsitzender Heinz Goll einen kommunalpolitischen Bericht, anschließend diskutierte man stadtteilbezogene Themen. Stadträtin Susanne Rodenfels hofft, dass die gefällten Bäume gegenüber dem Rathaus bald wieder ersetzt werden, denn Grün durch Bäume im Zentrum eines Bad-Stadtteils könne nicht schaden.
“Wir verlieren immer mehr Zeitzeugen unserer eigenen Geschichte”, beklagte Fraktionschef Heinz Goll die Entwicklung im von schönen Fachwerkhäusern geprägten alten Ortsteil. Stadtrat Paul Rodenfels kritisierte, dass die Stadtverwaltung tatenlos zusehe, wie sich eine bedauerliche Veränderung zum Nachteil des Ortes vollziehe. “Ja, die Verwaltung genehmigt sogar an der Stelle der abgerissenen Fachwerkhäuser Neubauten, die absolut nicht in das Bild des alten Ortsteils passen”. Natürlich, so Rodenfels, sei das alles Privateigentum, über das die Eigentümer letztendlich entscheiden könnten. Aber die Stadt könnte sich zumindest bemühen, erhaltungswürdige und denkmalgeschützte Fachwerkhäuser zu erhalten. “Doch hier tut sich absolut nichts”, stellte Rodenfels enttäuscht fest.
Bühnenvorhang als Dauerthema
Goll bedauerte in dem Zusammenhang, dass seit einigen Jahren aufgrund geänderter Rechtslage der Gemeinderat bei Baugenehmigungen keine Mitsprache mehr habe. “Die Verwaltung entscheidet allein”, klagte Goll, und bei solchen Baugenehmigungen vermisse man oft die “erforderliche städtebauliche Sensibilität”.
Der Fraktionsvorsitzende berichtete auch über die vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise eingetretene drastisch verschlechterte Finanzsituation der Stadt. Dennoch meinte Goll, dass es endlich an der Zeit wäre, dass die Stadt die dringend notwendige und längst überfällige Sanierung der Festhalle in Bad Rotenfels in Angriff nehme, dabei bezog er sich besonders auf den Bühnenbereich. “Es ist schon sehr viel geredet, aber leider nicht gehandelt worden.” Mittel seien im Haushalt eingestellt, es liege nun an der Verwaltung, diese Sanierungsmaßnahme auch durchzuführen. “Diese Maßnahme darf nicht den Haushaltssperren zum Opfer fallen”, machte Goll die Position seiner Fraktion klar. Die zerrissenen Bühnenvorhänge seien defekt und in einem üblen Zustand. Die eine Hälfte des Bühnenvorhangs lässt sich nur noch mit der Hand zuziehen. “Ich habe mich”, so Goll “bei den letzten Veranstaltungen in der Festhalle den Gästen gegenüber für die Verwaltung geschämt, dass sie den Bühnenbereich so verkommen lässt. Hier muss schnellstens gehandelt werden.”