Nachbesserungsbedarf bei Schulkonzept
Mittwoch, 13. Mai 2009 6:39
Der Einladung zu einem Informationsgespräch der SPD – Fraktion über das aktuelle Schulkonzept und Zukunft der Schulen in unserer Stadt folgten die Rektoren sowie der Elternvertreter der drei Grund – und Hauptschulen, der Realschule und des Goethe – Gymnasiums. Es entwickelte sich eine sehr engagierte, spannende und sachliche Diskussion über die verschiedenen Aspekte der Bildungschancen für die Schülerinnen und Schüler in unserer Stadt. Ein Rektor fasste diesen Teil der Diskussion mit dem Satz zusammen, dass er der SPD dankbar sei, einen solchen „Runden Tisch“ zustande gebracht zu haben. Es gäbe nämlich reichlich Gesprächsbedarf und man vermisse schon seit Jahren den intensiven Dialog mit der Verwaltung über die schulischen Perspektiven in unserer Stadt. Kritisiert wurde von den Gästen auch Teile des aktuellen Schulberichtes der Stadt, bei dem u.a. für das Goethe-Gymnasium keine Handlungsbedarfe aufgezeigt wurden, obwohl dort nachhaltig Klassenräume fehlen. Außerdem komme die inhaltliche Diskussion über die Ausgestaltung der Ganztagesschulen nach wie vor zu kurz.
Konkret ging es bei der Diskussion natürlich auch um die Umsetzung des in der letzten Gemeinderatsitzung beschlossenen Schulkonzeptes. Um auch andere Lösungsansätze kennen zu lernen, hatte die SPD – Fraktion Herrn Ambrus, den Leiter des Amtes für Schule, Kultur und Sport eingeladen. Herr Ambrus erläutere den Baden – Badener Weg, der deutlich von Umsetzung in Gaggenau abweicht. Allerdings hat Baden – Baden mit insgesamt 5 Grund – und Hauptschulen auch eine etwas andere Situation.
Die Rektoren der Grund – und Hauptschulen bestätigten, dass die jeweiligen Schulkonferenzen, den Vorschlag der Stadt billigend zur Kenntnis genommen haben, da Gaggenau die neue Form der Werkrealschule auf jeden Fall brauche. Allerdings wäre man lieber früher in den Diskussions – und Entscheidungsprozess über das Schulkonzept einbezogen worden. Im Nachgang zu der Entscheidung im Gemeinderat sehen allerdings alle drei Leiter der Grund – und Hauptschulen Nachbesserungsbedarf in der zukünftigen Struktur der Schulen. Die im Konzept der Stadt vorgesehene Gesamtleitung der Merkurschule für alle drei Werkrealschulen von der fünften Klasse an, wurde einvernehmlich als schlechte Lösung gesehen. Mit dieser Lösung würden die Schüler der Hebelschule und der Eichelberschule in den Klassen 5 bis 7 von der Merkurschule aus „gesteuert“. Dies sei ganz einfach nicht Praxis – tauglich, da die Verantwortung und die Entscheidungsbefugnisse vor Ort angesiedelt sein sollten.
SPD – Fraktionschef Heinz Goll sah in diesem Thema den Beweis, dass es einen Fehler war, die Entscheidung im Gemeindrat so schnell durchzuziehen. Die SPD – Fraktion werde jetzt auf Basis der Diskussion mit den Schulleitern einen Antrag mit dem Ziel einbringen, dass die organisatorische Verantwortung für die Werkrealschulen der Klassen 5 – 7 an den jeweiligen Standorten bleibt. SPD – Vize Gerd Pfrommer hat die Hoffnung, dass sich die Mehrheit des Gemeinderates dieser Nachbesserung nicht verschließen werde. Die SPD – Fraktion werde sich jedenfalls dafür einsetzen, dass der Sachverstand der Betroffenen bei der Umsetzung des Konzeptes berücksichtigt wird.
Thema: Bildung, SPD-Fraktion | Kommentare (0) | Autor: admin
