SPD Gaggenau - Ortsverein & Fraktion

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Schillerbrücke in neuem Gewand

Veröffentlicht am 21.04.2015 in Fraktion

Die Schillerbrücke zählt sicher zu den prägenden Bauwerken unserer Stadt. Vom ersten Eindruck her  ist eine umfassende Sanierung des 1948 erstellten Bauwerks nicht unbedingt erforderlich.  Eine grundlegende Untersuchung der Bauwerkschäden im Jahr 2011 ergab allerdings, dass sich die Brücke  in einem sehr kritischen Bauzustand befindet und Handlungsbedarf besteht. Der Gemeinderat hat sich gemäß dem Vorschlag der Verwaltung für einen Neubau als Aluminum – Fachwerkwerk – Brücke entschieden, da diese Variante weniger Unterhaltungskosten mit sich bringt als die anderen Lösungsansätze. Die Schillerbrücke wird jedenfalls auch weiterhin, wenn auch in neuem Gewand, ein wichtiger Übergang für Fußgänger und Radfahrer im Innenstadtbereich bleiben.

In den Osterferien erreichte uns die Nachricht, dass die Stadt nach Abschluss eines Rechtsstreites über Sachverhalte, die viele Jahre zurückliegen, einen Millionenbetrag an Gewerbesteuer zurückzahlen muss. Dies macht wieder einmal deutlich, dass sich auch unsere Stadt auf der Einnahmeseite auf sehr dünnem Eis bewegt. Wir sind deshalb gut beraten, auch bei einem ordentlichen  Rücklagen – Polster  weiterhin solide und vorsichtig zu wirtschaften. Vor diesem  Hintergrund haben wir unseren Vorschlag aus den Haushaltsberatungen erneuert, im Finanzausschuss eine Ober – und Untergrenze von Rücklagen zu definieren, deren Über – oder Unterschreitung Handlungsbedarf signalisiert

Wir sprachen und sprechen uns bekanntlich für eine aktive Wohnungsbaupolitik aus. Diese soll unser Ziel, die Einwohnerzahl in Gaggenau längerfristig stabil zu halten, unterstützen. Diese grundsätzliche Festlegung darf aber nicht dazu führen, dass jeder Investorenwunsch mehr oder weniger ungefiltert realisiert wird. Es gab in der letzten Zeit einige Ausführungen, die aus unserer Sicht sehr berechtigt kritisiert wurden. Bei neuen Bauprojekten, die grundsätzlich zu begrüßen sind, wie z.B. die geplanten Wohnhäuser in Ottenau zwischen Hauptstraße und Murg vor der Schlotteräxtbrücke, müssen wir darauf achten, dass die neuen Gebäude zur bisherigen Bebauung passen. Grundsätzlich kritisch sehen wir die ebenfalls am Ortsausgang von Ottenau geplante massive Bebauung im Bereich des Hördelsteinweges. Hier können wir nach wie vor nicht nachvollziehen, warum die Verwaltung dieses Projekt in den letzten Wochen und Monaten trotz ungeklärter Hochwasser -, Parkierungs – und Gestaltungsthemen so gepuscht hat.

Gerd Pfrommer Fraktionsvorsitzender