Gespräch mit den Ottenauer Siedlern zur Hochwassersituation

Veröffentlicht am 28.03.2018 in Veranstaltungen
 

Fast 50 Personen fanden sich im Siedlerheim ein, um mit der SPD-Fraktion über die Hochwassersituation in ihrem Wohngebiet zu sprechen – ein klares Signal, wie betroffen die Anwohner über die häufigen Hochwasserereignisse in ihrem Wohngebiet sind. Verständlicherweise gab es deshalb auch eine ganze Reihe persönlicher Schilderungen von der letzten Hochwassernacht im Januar dieses Jahres.

Gerd Pfrommer machte gleich am Anfang deutlich, dass die SPD-Vertreter vor allem gekommen sind, um zuzuhören und um die Anregungen und Kritikpunkte der Anwohner aufzugreifen. Als Ziel nannte er, mögliche zeitnahe Verbesserungsmaßnahmen abseits des gesamtstädtischen Hochwasserkonzeptes herauszuarbeiten.

Bei der anschließenden Diskussion kristallisierte sich schnell das vorhandene Pumpwerk am Benz-Parkplatz als zentrale Schwachstelle heraus. Die Frage, ob es in der Hochwassernacht auch Bedienungsfehler am Pumpwerk gab, wurde unterschiedlich diskutiert. Einig waren sich die Anwohner allerdings, dass das Pumpwerk nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Technik sei und in Hochwassersituationen keine spürbare Entlastung bringe.

Mehrere Redebeiträge befassten sich auch mit der Murg selbst. Zum einen zeigte ein Anwohner anhand einer gespeicherten App auf, dass der Pegelstand der Murg in der Hochwassernacht im Januar zweimal sprunghaft angestiegen sei. Dies habe sicherlich keine natürlichen Ursachen. Des Weiteren wurde darauf hingewiesen, dass die letzte Ausbaggerung des Flussbettes schon lange zurückliegt und dass das in der Zwischenzeit angelagertes Schwemmmaterial die Hochwassergefahr weiter erhöhe.

Einige Anwohner wiesen in ihren Redebeiträgen auch darauf hin, dass die Siedlung in weiten Teilen auf einem Feuchtgebiet errichtet wurde und dass die daraus resultierende Grundwasserproblematik nur mit individuellen Maßnahmen an den einzelnen Häusern abgemindert werden kann.

Manfred Striebich, der als stellvertretender SPD-Vorsitzender und Siedler die Veranstaltung im Vorfeld organisierte, brachte noch einen weiteren Gedanken ein. Am Unterlauf des Bahnbaches könne man im Bereich des asphaltierten, aber wenig benutzten Parkplatzes Renaturierungsmaßnahmen durchführen, die der Ökologie und dem Hochwasserschutz gleichzeitig dienen würden. Dazu wären natürlich zunächst einmal Gespräche mit den Verantwortlichen der Daimler AG notwendig.

Am Ende der teilweise emotionalen, aber immer sachlichen Diskussion, sagte Gerd Pfrommer zu, die Ergebnisse des Abends mit Bürgermeister Pfeiffer, dem für Hochwasser zuständigen Dezernenten, zu besprechen und die Anwohner über die Gesprächsergebnisse zu informieren. Bei diesem Gespräch werde der Zustand des Pumpwerks sicher ein zentrales Thema sein.

 

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