Gemeinderat erledigte weitere „Hausaufgaben“

Veröffentlicht am 11.10.2016 in Fraktion
 

Der Gemeinderat billigte den Wunsch einer Nachverdichtung auf zwei Grundstücken am Rissweg in Ottenau. Wir stehen grundsätzlich Nachverdichtungen auf ausreichend großen und bereits bebauten Parzellen positiv gegenüber, wenn diese in die Landschaft passen und die Nachbarschaft nicht unverhältnismäßig beeinträchtigen. Diese Voraussetzungen waren beim vorliegenden Fall erfüllt. Dieser Vorgang zeigt übrigens auch, dass ein bestehender Bebauungsplan bei Bedarf geändert und an neue Begebenheiten angepasst werden kann. Ein weiteres Argument für unseren Vorstoß,  über einige sensible Gebiete im Innenbereich unserer Stadt neue Bebauungspläne zu stülpen.

Straßenbenennungen können ja  bisweilen zu hitzigen Diskussionen führen, vor allem wenn es darum geht, Lebensleistungen und Verdienste von Menschen gegeneinander abzuwägen. Für die relativ kleine Erschließungsstraße nördlich der Pestalozzistraße lagen gleich drei Namensvorschläge auf dem Tisch. Der Gemeinderat konnte sich aber schnell und einvernehmlich auf eine Vorgehensweise einigen, die allen drei Vorschlägen gerecht wird. Aufgrund der räumlichen Nähe zu dieser Einrichtung wird die Erschließungsstraße nach Wilhelm Beile, dem Mitbegründer und langjährigen Rektor der Erich-Kästner-Schule, benannt. Die  Durchgangsstraße im zukünftigen Neubaugebiet in Bad Rotenfels soll dann an Dr. Isidor Meyerhoff erinnern. Dr.  Meyerhoff war von 1906 bis 1938 ein sehr beliebter und tüchtiger Arzt in Rotenfels, der aufgrund seines jüdischen Glaubens von den Nazis schikaniert und vertrieben wurde. Der Fuß- und Radweg zwischen dem Raiffeisenmarkt und Ludwig-Erhard-Straße soll schließlich im Gedenken an den letzten Bürgermeister der selbstständigen Gemeinde Rotenfels Hermann-Schöpfer-Weg heißen.

Der Lückenschluss des Radwegs auf dem Murgdamm zwischen Badsteg und Glasersteg wird 2017 endlich fertiggestellt. Im Gemeinderat ging es jetzt um die Frage, ob dieser Radweg, wie vom Verkehrsausschuss empfohlen, ausgeleuchtet werden soll. Man kann nun durchaus über die Kosten-Nutzen-Relation dieser Maßnahme streiten und man muss sich sicher auch eingestehen, dass eine Kommune nicht alle Radwege auf ihrer Gemarkung ausleuchten kann. In diesem speziellen Fall geht es sich aber um einen Weg , der früher schon teilweise beleuchtet war. Außerdem handelt es sich um eine wichtige Verbindung zwischen Kurpark und Innenstadt, die von einem immer größer werdenden Wohngebiet umrahmt wird. Schließlich muss man auch bedenken, dass der Verkehrsausschuss zwar nur ein beratendes Organ ist, dass dieses Gremium aber die Aufgabe hat>, Verkehrsthemen sehr intensiv und detailliert zu durchleuchten. Es muss deshalb schon sehr schwerwiegende und vor allem neue Argumente geben, damit sich der Gemeinderat über eine Empfehlung der Ausschussmitglieder hinwegsetzt. Vor diesem Hintergrund haben wir uns dafür entschieden, der Empfehlung des Verkehrsausschusses zu folgen und diesen Radweg auszuleuchten.

Anfrage zur Herbstmesse

Bei den Anfragen haben wir u.a. ein Bericht der Verwaltung zur aktuellen Situation und zur zukünftigen Konzeption der Herbstmesse angefordert. Wir haben nämlich den Eindruck, dass die Attraktivität und die Frequenz des Marktes – mit Ausnahme der Fahrgeschäfte – rückläufig ist. Dies bestätigen uns übrigens auch die persönlichen Rückmeldungen einiger Händler. Deshalb müssen wir nach unserer Auffassung gemeinsam darüber nachdenken, mit welchen Maßnahmen wir den Markt insgesamt wieder attraktiver machen können

 

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