Bericht über die Gemeinderatssitzung am 18.03.2019

Veröffentlicht am 23.03.2019 in Fraktion
 

Es gibt noch viel zu tun, um die Verkehrs- und Lärmbelastungen zu reduzieren

Dass das Europaparlament konkrete Lärmaktionspläne einfordert, die alle fünf Jahre überprüft und gegebenenfalls überarbeitet werden müssen, ist sicher keine Beschäftigungstherapie von abgehobenen Bürokraten. Gerade in einer Industriestadt wie Gaggenau mit relativ hohen PKW- und LKW-Aufkommen spielt vor allem der Verkehrslärm eine große Rolle. Das gutbesuchte und konstruktive Treffen zum Thema Lärmschutz im Oktober 2018 war ein klares Zeichen, dass das Thema Lärmschutz vielen Menschen in unserer Stadt unter den Nägeln brennt und dass es noch viele konkrete Herausforderungen auf diesem Gebiet gibt.
 

Auf der B 462 im Bereich Gaggenau-Mitte muss die längst geforderte Lärmschutzwand im Bereich der Konrad-Adenauer-Straße endlich realisiert werden. In Ottenau benötigen wir dringend den vier-armigen Kreisel, um dem steigenden Verkehrsaufkommen, vor allem dem zunehmenden LKW-Verkehr, im Bereich Selbacher Straße / Max-Roth-Straße gerecht zu werden. Auch am südlichen Ende unserer Stadt, an der Schnittstelle von Hörden und  Gernsbach, wäre ein großzügigerer Kreisel sehr hilfreich, um die Landstraße in Hörden als „Alternativroute“ für die B 462 unattraktiver  zu machen. Darüber hinaus gibt es natürlich auch noch eine ganze Reihe von Hausaufgaben, um die Verkehrs- und Lärmbelastungen an stark befahrenen Durchgangsstraßen zu reduzieren. Außerdem könnten  aus unserer Sicht der Ausbau bzw. die Verbesserung des Radwegenetzes sowie attraktivere Fahrradabstellplätze im Stadtzentrum die Gesamtsituation etwas entschärfen. Fazit: Unabhängig von dem am Montag diskutierten Lärmaktionsplan werden konkrete  Maßnahmen zu Verbesserung der Verkehrssituation und zur Verminderung von Lärmquellen auch in Zukunft zu den Kernthemen des Gemeinderates gehören.

Nationalparkregion bietet auch neue Chancen für Gaggenau

Wir begrüßen sehr, dass  beim Thema „Naherholung und Tourismus“ durch die Zusammenarbeit mit Baiersbronn neuer Schwung  ins Murgtal kam. Durch den Beitritt des Zweckverbandes“ im Tal der Murg“ zur geplanten Nationalparkregion Nordschwarzwald kann diese Entwicklung noch verstärkt und vertieft werden. Die ökonomischen und ökologischen Chancen des Nationalparks Nordschwarzwaldes liegen auf der Hand und wir können davon auch als Stadt Gaggenau dauerhaft profitieren. Nicht zuletzt durch die deutlichen Fingerzeige aus Baiersbronn wird nun auch in unserer Region immer klarer, dass Industrie und Naherholung keine Gegensätze sind, sondern zwei Seiten derselben Medaille sein können. Wir freuen uns sehr, dass wir auf diesem Feld keine „einsamen Rufer“ mehr sein müssen und sind sehr zuversichtlich, dass der Nationalpark Nordschwarzwald sich auch  unsere Stadt positiv auswirken wird.

Statusbericht zu Bädern

Wir haben die Verwaltung im Rahmen der Anfragen aufgefordert, dem Gemeinderat in der nächsten oder übernächsten Sitzung einen Statusbericht zu den Freibädern vorzulegen. Der Neubau des Waldseebades muss langsam aber sicher anlaufen, wenn das Bad tatsächlich im nächsten Jahr „ ans Netz“ gehen soll. Deshalb wollen wir wissen, wie der aktuelle Zeitplan bis zur Fertigstellung dieses Bades aussieht. Außerdem soll die Verwaltung dem Gemeinderat aufzeigen, inwieweit die Anforderungen der Bäderinitiativen in Ottenau und Sulzbach bezüglich der Unterstützung im operativen Bereich bzw. der Investitionsplanung umgesetzt werden können.
 

 

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