Waldseebad darf nicht kaputt geredet werden

Veröffentlicht am 08.10.2014 in Fraktion
 

Die Bäderfrage gehört immer wieder zu den besonders emotionalen Themen in unserer Stadt. Bekanntlich hat sich der Gemeinderat vor mehr als 10 Jahren dazu entschlossen das Waldseebad als städtisches Bad weiterzuführen und die privat geführten Bäder in Ottenau und Sulzbach entsprechend der finanziellen Möglichkeiten zu unterstützen. Wir freuen uns, dass sich sowohl in Ottenau als auch in Sulzbach genügend Menschen gefunden haben, welche diese Bäder mit großem Engagement und Geschick weitergeführt haben. Aktuell haben wir großes Vertrauen, dass die beiden privaten Bäder auch in den nächsten Jahren gut geführt werden, deshalb sind wir auch bereit, in die Zukunft der beiden Bäder zu investieren.

Etwas irritiert waren wir  allerdings über die  Aussagen einiger Kollegen, die nicht erkennen ließen, dass wir für das Waldseebad als städtisches Bad eine besondere Verantwortung haben. Aus unserer Sicht muss die Existenz des Waldseebades abgesichert werden. Deshalb haben wir uns auch dafür eingesetzt, dass im nächsten Haushaltsplan Verpflichtungsermächtigungen aufgenommen werden, die uns erlauben, bei Bedarf schnell zu reagieren. Die finanzielle Seite ist natürlich sehr wichtig, aber nicht allein entscheidend. Es wäre sehr hilfreich, wenn alle Verantwortlichen beim Waldseebad nicht immer nach hinten, sondern nach vorne schauen würden und den Charme sowie die Alleinstellungsmerkmale dieses Bades besser herausarbeiten würden. Dazu gehört auch, dass man die Bedeutung des gesamten Gebietes zwischen Unimog – Museum und Waldseebad für die Naherholung und den Kurzzeit – Tourismus erkennt  und fördert. Wir müssen deshalb, über die notwendige Sanierung des Waldseebades hinaus, eine zukunftsfähige Strategie für das gesamte Gebiet erarbeiten.

Die Projektgruppe „ Zukunft 2030“ hat sich in ihrer ersten Phase sehr stark mit dem Thema Stadtmarketing beschäftigt. Heraus kam ein aus unserer Sicht durchaus schlüssiges Marketingkonzept, dass nun von der Firma Kraftjungs in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll. Die Projektgruppe muss sich jetzt wieder grundsätzlichen Fragestellungen zuwenden. Dazu gehören aus unserer Sicht das oben erwähnte „Naherholungsgebiet Traischbachtal“, aber z.B. auch Themen wie  „ stärkere Einbindung der Murg in das zukünftige  Stadtbild“, „neue Arbeitsplätze auch im nicht produzierenden Gewerbe“, „Chancen durch den Nationalpark für die Region.“ Wir haben den Prozess „ Zukunft 2030“ angestoßen und wir werden bei diesem Thema weiter am Ball bleiben.

Gerd Pfrommer Fraktionsvorsitzender

 

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