Beiträge vom Januar, 2009

Karl & Marie und der Riesendonner

Samstag, 31. Januar 2009 6:30

spd-karlKarl: Marie, hasch heut morge de Riesedonner vom Hummelberg do drobbe g’hört?

Marie: Hab denkt, die hän endlich mol widda ä Wildsau gschosse.

Karl: Nai, des war der Alt-OB Dahringer. Der hat aus Wut uff sein Schreibtisch neig’schlage als er gläse hat, dass se die Lebensmittelabteilung im City-Kaufhaus schließe.

Marie: Un do regt der sich so uff?

Karl: Ha ja, glaubsch denn dass die domols en Haufe Millionen Steuergelder ind Hond gnomme hän um jetzert ä leer stehendes Stadthotel zu habbe un au noch en dritter großa Drogeriemarkt zu bekomme?

Marie: Da hasch ausnahmsweis mal Recht. Des isch sicher nicht im Sinne des Erfinders, also des Dahringers.

Karl: Ha, wo ich des gläse hab, do isch mir au des Lache vergonge.

Marie: Un dabei schreibe se vom City-Kaufhaus doch: Immer ein Lächeln wert!

Karl: Ich fürcht, denne im Kaufhaus wird eher des Lächeln vergehe. Oder kannsch Du dir vorstelle, dass ma mit erre Wut im Bauch dort durchs Erdgeschoss geht um donn mit der Rolltrepp ins Einkaufe zu fahre?

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Karl & Marie und die Befragung im Dagblatt

Freitag, 30. Januar 2009 9:36

spd-karlKarl: Marie, hasch gläse, im Dagblatt froget se, was mir von dem Zinober mit derre Schließung von der Lebensmittelabdeilung im Kaufhaus halde.

Marie: Un, was haldsch davo?’

Karl: Nix!

Marie: Do musch scho e bissel mehr sage. Zum Beispiel ob Du die Entscheidung „nachvollziehen kannst“.

Karl: Ich war do zwor no nie drin. Aber uffrege du ich mich immer scho gern.

Marie: Des ischs Problem! Wenn alle, die sich jetzt uffrege au drin kaufe würde, donn könnt sich der Lehmann vor Kunde net rette. Abba ich main au, des Kaufhaus muss notfalls a ebbes drufflege, wenn es an annere Stell doppelt neikommt. „Frequenzbringer“ heißt des Neuhochdeutsch. Des zu dem Punkt.

Karl: Un zu derre abgfrogte Zusammenarbeit von de Großkopfede kann ich nur sage: Die Kerle sollt ma in irgendaim Kinnagarde in en Raum neisperre un erschd widda nauslasse, wenn weißer Rauch durchs Schlüsselloch kommt.

Marie: Recht so! Un was mainsch zu em dritte Markttag?

Karl: Nachdem die zwai Vorturner von dem Kaufhaus gsagt hen, sie bemühe sich um en annere Lebensmittelstandort, do könnde die doch die Lebensmittelabdeilung uff de Rathausplatz verlege und jeden Tag Markt mache.

Marie: Des gröschde Problem häb ich mit derre Frog zu meinem täglichen Bedarf. Des wär abba ä gute Gelegeheit, nur aimol in da Woch Knäckebrot und so Zeugs zu kaufe un abzunemme.

Karl: Des wär der ainzig Vorteil von derre Schließung. Abba hasch au gläse, dass die verdi-Gewerkschaft die Belegschaft zu einem Infoabend einläd?

Marie: „Noch ä paar Schlofer“ hab i denkt.

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Karl & Marie und ihre Blödeleien

Donnerstag, 29. Januar 2009 9:53

spd-karlKarl: Marie, geschdern war was los in derre Fußgängerzon. Es gab nur ein Thema: die Schließung der Lebensmittelabteilung im Kaufhaus.

Marie: Seit der Mondlandung hat kei Thema so eigschlagge.

Karl:  Do ghöre au ä paar uff de Mond g´schosse.

Marie: Ma weiß nur net so richtig wer alles.

Karl: Oh, Marie, guck do im Dagblatt. Jetzt übertreibe se abba im Kaufhaus: „Alles muss raus!“

Marie: Du Depp, des isch doch die Anzeig vom Z. Müller zum Schlussverkauf!

Karl: Gott sei Dank! Abba der kennt ja jetzt au so bockig reagiere un sage, weil se im Magnet au Socke verkaufe, schließe ich meine Modeabteilung, denn die rentiert sich donn nemme.

Marie: Un donn kennt er en Frisör neimache, denn dovon hän mer au scho mehr als gnug ausgerechnet in der Innestadt.

Karl: Un noch en Bäcker und vor allen Dingen als Frequenzbringer en Schuhlade. Denn Schuh kauft ma sich ja faschd jeden Tag.

Marie: Des hat mit Frequenz nix zu tun. Eher mit Kurzschluss. Denn mit em Schuhlade würd er dann au nur de OB ärgere wolle.

Karl: Marie, es macht halt immer Spaß, mit Dir so Blödsinn zu redde.

Marie: Karl, scheener wärs, wenn onnere son Blödsinn net tatsächlich au mache würde.

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Karl & Marie und der Drogeriemarkt

Mittwoch, 28. Januar 2009 7:40

spd-karlKarl: Marie, bisch a do?

Marie: Wenn i jetzt nai sage däd, wirdsch blöd gucke, gell?! Abba hasch im Dagblatt g’läse, dass se die Lebensmittelabdeilung im Wagener – so sag ich halt immer noch – nausschmeiße un en Drogeriemarkt nei mache werre?

Karl: Ja, mir had’s schier die Schuh auszogge.

Marie: Ich läs scho de neue Werbespruch: „Gaggenau, die Stadt, die viele Drogeriemärkt hat!“

Karl: Ja, un deswege zemple se mit de Kuppener, damit die am End net doch noch mehr hen.

Marie: Die zemple net nur, die gehe sogar vor G’richt.

Karl: Des versteht kai Mensch! Wenn mir im Kinnagade – un nix onners isch des doch im Moment – unnötig zempelt hen, donn hat uns die Schwester Marie mit de Köpf zommegschlage un Ruh war.

Marie: Des derf ma halt heut nemmer, abba blamabel isch’s halt scho, was die im Rathaus do drobbe spiele. Da hat kai Bürger Verständnis. Die Kuppener sage nach derre Lidl-Schlappe un derre neue Attacke sowieso, dass mir Gaggenauer net sauber sin.

Karl: Abba die moine net alle Gaggenauer, nur ä paar. Da hilft au kai Seif aus dem allergröschde  Drogeriemarkt.

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Gaggenau braucht Lebensmittelmarkt in der Innenstadt

Dienstag, 27. Januar 2009 18:43

Die vorgesehene Schließung der Lebensmittelabteilung im City – Kaufhaus hat bei der  SPD – Fraktion große Betroffenheit ausgelöst. Ein Frischwarenangebot für den täglichen Bedarf ist ein Frequenzbringer für das Kaufhaus und die gesamte Stadt. Der Wegfall dieses Angebot würde deshalb den Kaufkraftabfluss in Gaggenau dramatisch verstärken. Außerdem fragen wir uns, ob die Verantwortlichen des Kaufhauses die emotionalen Folgen ihrer Entscheidung in vollem Umfang bedacht haben. Schließlich braucht man die Menschen, die man mit dieser Entscheidung massiv enttäuscht hat, weiter als Kunden.

Besonders schlimm ist die Entwicklung für die vielen älteren  Mitbürger, die bisher ihren täglichen Bedarf in der Innenstadt decken konnten. Auf der anderen Seite werden viele mobilere Menschen ihr Kaufverhalten ändern und außer Lebensmittel dann auch andere Produkte außerhalb der Stadt einkaufen. Deshalb ist die sich nun abzeichnende Entwicklung sowohl aus sozialen als auch aus wirtschaftlichen Gründen eine Katastrophe für Gaggenau.

Insgesamt würde die Tatsache, dass es in der gesamten Innenstadt über viele Monate hinweg kein  zentrales Lebensmittel – Angebot gibt, die Entwicklung Gaggenau `s um Jahre zurückwerfen. Deshalb dürfen die Verantwortlichen dieser Stadt  nicht zur Tagesordnung übergehen, sondern müssen alles tun, um die Lebensmittel – Versorgung in der Innenstadt über den 30.06. hinaus sicher zu stellen. Alle Beteiligten und Verantwortlichen müssen schnellstmöglich an einen Tisch, um eine vernünftige Lösung für unsere Stadt und ihrer Bürger zu finden.

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Videoüberwachung – SPD will sicherere Stadtbahn

Montag, 19. Januar 2009 12:06

Gaggenau (BT, 19.1.2009) – Die Liste seiner zehn Kandidaten für die Kreistagswahl hat der SPD-Ortsverein Gaggenau verabschiedet: Gerrit Große, Heinz Goll, Gerlinde Stolle, Paul Rodenfels, Thilo Wessel, Ingeborg Regehr, Jürgen Schäfer, Stefan Schwaab, Peter Hammer und Bertold Wickersheimer werden antreten.

Gerrit Große berichtete als Vorsitzender der Kreistagsfraktion aus deren Arbeit. Die Sorge um die Finanzen habe im Mittelpunkt gestanden. Deshalb habe man den Neubau des Landratsamt skeptisch begleitet. “Trotz seiner guten Steuerkraft zählt der Landkreis zu den Hochverschuldeten”, blickte Große unter anderem auf den 50-Millionen-Neubau des Landratsamts. Auch in Zukunft sollten Bildung und Infrastruktur im Mittelpunkt der Fraktionsarbeit stehen. “Im Bereich der Förderschulen erwarten wir den Ausbau zu echten Ganztagsschulen.” Die beruflichen Schulen müssten insbesondere im technischen Bereich auf modernen Stand gebracht werden.

“Durch Videoüberwachung von Stadtbahnwagen und kritischen Haltestellen muss dem Sicherheitsbedürfnis Rechnung getragen werden”, so Große.

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Schlagzahl bei Neubaugebieten erhöhen

Montag, 19. Januar 2009 11:50

Die gut 100 Seiten dicke Anlage zum relativ überschaubaren Bebauungsplan Hofstätte / Mühlfeld in Michelbach macht deutlich, mit welchem bürokratischen Aufwand die Schaffung neuer Baugebiete verbunden sein kann. Immerhin wissen wir jetzt, dass uns zusätzliche Ausgleichsmaßnahmen zugunsten des Wiesenkopf – Ameisen – Bläulings wegen der Bebauung dieses Gebietes nahe gelegt werden. Sicherlich ist ökologische Sensibilität in einer dicht bevölkerten Region angesagt und erforderlich. Wenn man allerdings sieht,  wie viel Geld und Zeit in diese Analysen gesteckt wird, dann muss man sich schon fragen, ob Aufwand und Nutzen noch in einem vernünftigen Verhältnis stehen.

Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass Gaggenau ohne die rasche Ausweisung von neuern Baugebieten an Bevölkerung verlieren und auf einen schon fast dramatischen Altersdurchschnitt zu marschieren wird. Deshalb müssen wir die Schlagzahl bei der Ausweisung neuer Baugebiete dringend erhöhen. Dies gilt für die zentrumsnahen Quartiere Güterbahnhof und Heil 2 ebenso wie für die Ausweisung kleinerer Baugebiete in den Stadtteilen. Gaggenau hat eine hohe Lebensqualität und mit den kinder – und familienfreundlichen Maßnahmen der letzten Monate wurde unsere Stadt noch attraktiver für junge Familien. Deshalb sind unsere Chancen, neue Mitbürger zu gewinnen, ganz gut. Diese Chancen können aber nur genutzt werden, wenn wir den interessierten Menschen einigermaßen zeitnah attraktiven und bezahlbaren Wohnraum bieten.

Zur Lebensqualität zählen auch interessante und attraktive Freizeiteinrichtungen. Ein sehr positives Beispiel dafür ist das Unimog – Museum. Unser Fraktionskollege Stefan Schwaab präsentierte dem Gemeinderat die bisherige Erfolgsstory des Museums und wies auf die Bedeutung dieser Einrichtung für die Region hin.

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Der SPD-Ortsverein richtet den Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen

Samstag, 17. Januar 2009 12:08

Gaggenau (BT, 17.1.2009) – Ausschließlich berufliche und private Gründe hätten ihn zum Rücktritt bewegt, machte der scheidende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Gaggenau, Martin Sambeth, bei der Mitgliederversammlung deutlich. Er arbeitet mittlerweile in Stuttgart, und seine Frau erwartet in diesen Tagen ein Kind. Paul Rodenfels wurde am Donnerstagabend als einziger Kandidat einstimmig zum Nachfolger gewählt.

Rodenfels ist seit 1977 in der SPD und seit zehn Jahren im Gemeinderat. Er werde sich gerne auch im Kreisvorstand “und in den Gremien, wo ein Vorsitzender sich äußern sollte, einbringen”, sagte er nach seiner Wahl. In einem kurzen Abriss richtete er den Blick auf “Die Linke”. “Für mich sind das keine Abenteurer, sondern politische Konkurrenz auf der linken Seite”, positionierte er sich hier ausdrücklich gegen den SPD-Kreisvorsitzenden Jonas Weber. Die Vorstellungen der “Linken” ließen sich nicht umsetzen; es gelte, deren Wähler “zurückzuholen”.

“Die Mitgliederentwicklung ist die Existenz der Partei”, mahnte Rodenfels, “wir müssen wieder mehr werden”. Dieser Aufgabe müsse sich jeder Genosse stellen. Es könne kein Trost sein, dass alle Parteien in Gaggenau Probleme hätten, die Listen für die Ortschaftsratswahlen voll zu bekommen. Er sehe darin aber keinen Zusammenhang mit der Abschaffung der unechten Teilortswahl.

Aus der Arbeit der Gemeinderatsfraktion berichtete deren stellvertretender Vorsitzender Gerd Pfrommer. Seit zwei Jahren sei die SPD nicht mehr in der Rathausspitze vertreten, doch fühle man sich nicht als Opposition, sondern wolle konstruktiv und kritisch mitwirken.

Zum Thema Heimleitung beim Verein Gaggenauer Altenhilfe führte Pfrommer aus: “Wenn Heinz Goll nicht so beharrlich seine Position vertreten hätte, hätte man nicht die jetzige Lösung.” Bei der Ernennung der Verwaltungsratsmitglieder in der fusionierten Sparkasse Baden-Baden Gaggenau monierte Pfrommer, dass Oberbürgermeister Christof Florus keinen Vertreter der Arbeitnehmer berücksichtigt habe. Zwar habe Florus “honorige und gute Leute berufen”, doch nicht für Pluralität gesorgt.

“Wir müssen vor allem den prognostizierten Bevölkerungsrückgang und die drohende Überalterung unserer Stadt verhindern. Die Chancen stehen gut, wenn die politisch Verantwortlichen schnell, konsequent und zielgerichtet handeln”, so Pfrommer zu den Zielen für die nächsten zehn Jahre. Das Schaffen von zusätzlichem Wohnraum in Innenstadt und Stadtteilen sei hier unter anderem zu nennen, dies würde auch den Geschäften in der Innenstadt zugute kommen. Den Ausbau von kinder- und familienfreundlichen Einrichtungen gelte es zu forcieren. Beim konsequenten Abbau des Sanierungsstaus an den Schulen sei auch ein Vorziehen von Projekten denkbar: Dies würde dem heimischen Gewerbe einen gewissen Ausgleich für ausfallende Aufträge aus der Industrie gewähren.

Pfrommer wandte sich gegen “Bestrebungen von Personen, einen Stadtteil gegen den anderen auszuspielen”; demgegenüber müsse man stets die Gesamtstadt im Blick haben. Zum Thema Wirtschaftsförderung sagte Pfrommer, bei deren Effizienz müsse man “genau hinschauen”.

Bei der anschließenden Diskussion meinte Ortschafts- und Gemeinderat Hannes Martin aus Oberweier zur Abschaffung der unechten Teilortswahl: “Wir werden noch die Quittung kriegen, denn die wenigsten Gemeinderäte werden aus den Ortsteilen kommen.” Seine Ratskollegin Ingeborg Regehr aus Hörden monierte mit Blick auf die Verkehrsproblematik im Flößerdorf, sie fühle sich in der Gesamtstadt nicht immer ernstgenommen. Darüber hinaus funktioniere die Kommunikation zwischen Gaggenau und Gernsbach nicht.

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Karl & Marie und die Kommunalwahl

Samstag, 17. Januar 2009 9:42

Ende der 80er Jahre unterhielten sich Karl und Marie im „Schnitz“, der Gaggenauer Stadtzeitung der SPD. Jetzt sind wir ihnen in der Gaggenauer Fußgängerzone wieder begegnet. Wir haben sie wieder beilauscht.

spd-karl

Karl: Marie, hän se Dich a g’frogt, ob Du dich bei da Kommunalwahl uffstelle läsch?

Marie: Nee, abba des wär ä Idee, schließlich bin ich bekonnt wie en bunda Hund.

Karl: Abba des reicht doch net!

Marie: Des reicht!

Karl: Abba hasch im Dagblatt gläse, dass en CDU-Ortsvorsteher empfohle hat, dass die Wähler in de Dörfer nur Kandidade aus de annere Dörfer wähle solle?

Marie: Ja, da häb ich mir bildlich vorstellt, wie em Michelbacher der Griffel zittert, wenn er sei Kreuz bei em Sulzbacher mache soll.

Karl: Des läuft dann unter Völkerverständigung.

Marie: Abba den Sinn hab ich net kapiert.

Karl: Die wolle ä repräsendadive Vertretung im Stadtrat erreiche. Nemme mer mol ä Beispiel: Angenomme ich hät än Glatzkopft. Dann wähl ich nur Kandidate mit äm Glatzkopf.

Marie: Kapiert! Dann würd ich halt nur Fraue mit 120 Kilo wähle.

Karl: Ja, aba di au noch Haar uff de Zähn hän und – wenn ich Dich so oguck – farbeblind sin. Wegge dem „Farbeblind“ könnt’s eng werre.

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Der neue Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Gaggenau setzt auf Geschlossenheit und Offensive

Samstag, 17. Januar 2009 9:04

Gaggenau, BT, 17.1.2009 – Seit Donnerstag ist Paul Rodenfels neuer Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Gaggenau. Mit dem 54-jährigen IG-Metall-Gewerkschafter sprach Thomas Senger.

 

paulBT: Sie übernehmen das Ruder in schwieriger Zeit und haben gleich mehrere Wahlkämpfe zu absolvieren.

Rodenfels: Ja und ich will dazu beitragen, dass die SPD wieder eine ganz normale politische Kraft wird. Wir werden zeigen, dass wir unsere politische Daseinsberechtigung in Gaggenau zu Recht haben.

BT: Da gibt es Defizite?

Rodenfels: Die Großwetterlage geht auch an den Parteien in Gaggenau nicht vorüber. Ich will versuchen, dass unsere Partei geschlossen auftritt, dass wir uns nicht in Hahnenkämpfe verstricken, wie das beispielsweise in Hessen geschieht.

BT: Mitgliederwerbung haben Sie Ihren Genossen als Aufgabe mitgegeben. Der Ortsverband zählt derzeit 170 Mitglieder. Wie viele wollen Sie Ende 2009 haben?

Rodenfels: Da will ich keine Zahl vorgeben. Aber ich freue mich natürlich, wenn wie bei der jetzigen Mitgliederversammlung zwei junge Menschen teilnehmen, die demnächst ihre Parteibücher bekommen werden.

BT: Wo muss Gaggenau Gas geben, um auf die Überholspur zu kommen?

Rodenfels: Gaggenau braucht sich nicht zu verstecken. Nehmen wir zum Beispiel das Thema Bildung: Ich wünschte mir, dass unsere Schulen offensiv mit ihren pädagogischen Konzepten in den Wettbewerb mit anderen Schulen im Land eintreten. Hier gibt es Preise zu gewinnen die das Produkt “Gaggenau” überregional vermarkten können.

BT: Thema Arbeitsplätze?

Rodenfels: Wir müssen mit aller Kraft die erhalten, die da sind. Aber ich glaube, dass wir da personell in der Stadtverwaltung nicht so gut aufgestellt sind. Wir müssen uns auch fragen: Woran liegt es, dass gute Leute nicht nach Gaggenau kommen?

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